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Darmkrebs

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarmes (Kolonkarzinom) oder des Mastdarmes (Rektumkarzinom). Als Mastdarm bezeichnet man die letzten 16 cm Darm vor dem After. Beide Krebsarten entwickeln sich in der Regel aus gutartigen Darmschleimhautwucherungen (Polypen).


Häufigkeit

Mit ca. 70.000 Neuerkrankungen und 30.000 Todesfällen pro Jahr ist der Darmkrebs die zweithäufigste Tumorerkrankung. Ab dem 50. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken, wobei das Durchschnittsalter der Erkrankten bei 69 Jahren für Männer und bei 75 Jahren für Frauen liegt.


Ist Darmkrebs heilbar?

Da sich der Darmkrebs über mehrere Jahre aus den gutartigen Polypen unbemerkt entwickelt, hängen die Heilungschancen davon ab, wie frühzeitig die Erkrankung diagnostiziert wird. Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl können ein Hinweis auf eine Darmkrebserkrankung sein. Vorsorgeuntersuchungen wie die Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut ab dem 50. Lebensjahr oder die Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr dienen der Früherkennung von Polypen oder Darmkrebs. Werden Polypen rechtzeitig entfernt oder wird der Darmkrebs frühzeitig behandelt, ist er bei richtiger Behandlung heilbar.


Ist Darmkrebs erblich?

Bei positiver Familienanamnese, das heißt Darmkrebserkrankungen der Eltern oder Großeltern, erhöht sich das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Das normale Erkrankungsrisiko von 5 %  an Darmkrebs zu erkranken verdoppelt sich somit auf 10 %.
Das sogenannte HNPCC (hereditäre nichtpolypöse kolorektale Karzinom) stellt mit 5% eine besondere Risikogruppe der Darmkrebserkrankungen dar, die autosomal dominant vererbt wird und häufig schon ab dem 40. Lebensjahr auftritt. Ursächlich ist ein Gendefekt, der jedoch durch eine genetische Untersuchung nachgewiesen werden kann. Bei positivem Nachweis ist die Untersuchung der Familienangehörigen dringend angeraten.


Welche Risikofaktoren fördern die Entstehung von Darmkrebs?

Folgend Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Darmkrebs:

- erbliche Veranlagung
- chronisch entzündliche Darmerkrankungen
- starker Alkoholkonsum
- fleischreiche und ballaststoffarme Ernährung
- Übergewicht
- Bewegungsmangel

 


Dr. med. Christos Athanasios Papachrysanthou

Zentrumsleitung
Darmkrebsoperateur
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Prof. Dr. med. Stephan Hellmig
FACP, FEBG

Zentrumsleitung
Chefarzt Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

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Katrin Liebenow
Sekretariat

Tel 04331 200-4301
Fax 04331 200-4310
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