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Darmkrebs

Therapie des Darmkrebses

Die Therapie des Darmkrebses unterscheidet sich von der des Mastdarmkrebses und ist abhängig vom jeweiligen Tumorstadium.
In beiden Fällen ist bei kleinen Tumorstadien die alleinige Operation die Therapie der Wahl.
Bei fortgeschrittenen Tumorstadien wird bei dem Dickdarmkrebs eine Chemotherapie nach erfolgter Operation angeschlossen (adjuvante Therapie).
Bei fortgeschrittenem Mastdarmkrebs ist in der Regel eine Vorbehandlung mittels kombinierter Chemo-und Strahlentherapie (neoadjuvante Therape) angezeigt, in deren Folge sich innerhalb eines Zeitfensters von 6 Wochen die Operation anschließt.
Bei sehr kleinen Tumorstadien kann in besonders günstigen Fällen auf eine Operation verzichtet werden und der Tumor mittels einer Darm- oder Enddarmspiegelung (Koloskopie/Rektoskopie) vollständig entfernt werden. Diese Situation ist aber relativ selten, so dass sie nur für wenige Patienten in Frage kommt.


Operation

Bei der Operation des Darmkrebses wird der erkrankte Darmabschnitt mit seinem Lymphabflussgebiet und den darin enthaltenen Lymphknoten vollständig in Vollnarkose entfernt. Als Zugang dient ein Bauchschnitt, bei kleinen Tumorstadien ist auch eine Operation mittels Bauchspiegelung möglich. Die Darmenden werden mittels Nähten oder Klammernahtgeräten  wieder aneinandergeschlossen. In der Regel ist die Anlage eines künstlichen Darmausganges nicht erforderlich.
Die Operation des Mastdarmkrebses unterscheidet sich  von der des Darmkrebses. Auch bei dieser Operation wird der erkrankte Darmabschnitt mit seinem Lymphabflußgebiet entfernt. Zum Schutz der Nahtverbindung ist in der Regel die Anlage eines schützenden künstlichen Darmausganges erforderlich, der in einer zweiten kleineren Operation nach ca. 3 Monaten wieder zurückverlegt wird.
Bei sehr tiefsitzenden Mastdarmkrebsen mit Befall des Schließmuskels ist die dauerhafte Anlage eines Kunstafters unumgänglich.
Zur Vermeidung von Komplikationen bestehen leitliniengerechte operative Prozeduren, die insbesondere  beim Mastdarmkrebs die Schonung der Nervenfasern für die erektile- und Harnblasenfunktion gewährleisten. Die Risikoaufklärung erfolgt vor der Operation mit Ihrem behandelnden Chirurgen.

Chemotherapie

Die Chemotherapie verbessert die Heilungschancen bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs bei fortgeschrittenen Tumorstadien. Als fortgeschrittene Tumorstadien bezeichnet man Tumore, die die Organgrenzen überschritten haben oder wenn ein Krebsbefall der beteiligten Lymphknoten besteht. Die zusätzliche Chemotherapie erhöht in Kombination mit der Operation die Heilungschancen (kurative Therapie).
Bei metastasiertem Darmkrebs liegt ein Befall anderer Organe  (Leber, Lunge) vor.  In diesen Fällen kann eine Chemotherapie den Tumor verkleinern oder das weitere Wachstum verhindert werden (palliative Therapie) und so die Lebensqualität verbessern und die Überlebenszeit verlängern. 
Als Chemotherapeutika kommen sogenannte Zytostatika zum Einsatz, die die Zellteilung der sich in der Regel schnell teilenden Tumorzellen unterbinden. Als Applikationsformen erfolgen Infusionen über die Armvenen. Bei schlechten Venenverhältnissen kann in lokaler  Betäubung ein Portkatheter in die Schlüsselbeinvene eingelegt werden, über dessen Kammer dann das Chemotherapeutikum appliziert wird. Der Portkatheter kann nach Beendigung der Therapie leicht wieder entfernt werden.
Es besteht weiterhin auch die Möglichkeit der Chemotherapie in Tablettenform. Grundsätzlich kann die Therapie stationär oder auch ambulant in Abhängigkeit von der Therapieform und des Allgemeinzustandes des Patienten durchgeführt werden. Die Therapiedauer beträgt  ca. 6 Monate.
Da sich auch gesunde Körperzellen teilen, werden diese in ihrem Wachstum gehemmt. Dies gilt besonders für die Magen- und Darmschleimhaut (Durchfall), seltener für die Haare (Haarausfall). Nach Beendigung der Therapie erholen sich diese Organe in der Regel wieder zügig.


Strahlentherapie

Die Strahlentherapie findet vor der Operation beim Mastdarmkrebs Anwendung, wenn der Tumor die Organgrenzen überschreitet oder wenn Lymphknoten befallen sind.  Sie dient der Verkleinerung des Tumors und ermöglicht in vielen Fällen einen Erhalt des Schließmuskels, so dass die dauerhafte Anlage eines Kunstafters vermieden werden kann. Desweiteren reduziert sie das Wiederauftreten des Tumors in selber Lokalisation (Lokalrezidiv). Um die Effektivität zu steigern wird sie mit einer Chemotherapie kombiniert.
Zur Planung des Bestrahlungsfeldes ist eine Computertomographie erforderlich. Die eigentliche Bestrahlung dauert wenige Minuten und wird häufig ambulant über einen Zeitraum von 5-6 Wochen durchgeführt. An die Bestrahlung schließt sich die Operation des Mastdarmkrebses an.


Dr. med. Christos Athanasios Papachrysanthou

Zentrumsleitung
Darmkrebsoperateur
Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Prof. Dr. med. Stephan Hellmig
FACP, FEBG

Zentrumsleitung
Chefarzt Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

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Katrin Liebenow
Sekretariat

Tel 04331 200-4301
Fax 04331 200-4310
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